Alles Trauma - oder was?

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Wiederholung der Online-Seminarreihe ab Januar aufgrund der großen Nachfrage
Es gibt vielfältige Varianten von Traumata. Allgemein spricht man dann von einem Trauma, wenn eine Person in der Vergangenheit ein oder mehrere Ereignisse erlebt hat, die mit einem enormen Stress und Gefühl von Hilfslosigkeit verbunden waren, und die noch heute im Hier und Jetzt als belastend erlebt werden.
Was für eine einzelne Person als Trauma erlebt wird, ist sehr individuell. So kann ein und dasselbe Ereignis für eine Person traumatisierend wirken, auf eine andere Person hingegen nicht. Auch das Miterleben eines belastenden Ereignisses oder das Wissen, dass einer geliebten Person etwas Belastendes geschieht, kann
auf Menschen traumatisierend wirken.
Eine seelische Verletzung (Trauma) kann bei Betroffenen Spuren hinterlassen, die sich in unterschiedlicher Form im Alltag zeigen und uns manchmal befremdlich erscheinen. Wir begegnen diesen Menschen in
unserem Alltag, in der Familie, im Kindergarten oder in der Schule.
Mit dieser Online-Seminarreihe wollen wir Orientierung bieten: Was ist ein Trauma? Woran kann ich
eine Traumatisierung erkennen? Was tue oder lasse ich im Umgang mit betroffenen Menschen? Welche
Handlungsmöglichkeiten gibt es in akuten Ausnahmesituationen?

1. Abend „Alles Trauma oder was?“
Montag, 24. Januar 2022, von 17:00 bis 19:00 Uhr
Wann reden wir überhaupt von einem Psychotrauma? Wie können wir dieses im Alltag erkennen und wie können wir uns das Verhalten von traumatisierten Menschen im Alltag erklären? An diesem Abend soll ein Einblick über die Entstehung, die genaue Definition von Psychotrauma vom Säugling bis zum Erwachsenen, über die gehirnphysiologischen Vorgänge und den daraus resultierenden Symptomen gesprochen werden.


2. Abend „Umgang mit traumatisierten Menschen – was tun bzw nicht tun?“
Montag 31. Januar 2022, von 17:00 bis 19:00 Uhr
(Traumatisierte) Menschen sind hochkreativ im Entwickeln von verschiedensten Überlebensstrategien, um ihren Alltag zu meistern. Häufig wirken diese Überlebensstrategien aber auf ihre Mitmenschen befremdlich und nicht nachvollziehbar. Es kommt zu Irritationen und zwischenmenschlichen Konflikten, die nicht selten zur Retraumatisierung der Betroffenen führt. Was also tun bzw. nicht tun? Dieser Abend soll einen Überblick über mögliche Überlebensstrategien traumatisierter Menschen und deren Umgang damit geben.


3. Abend „Ausnahmesituationen – was tun?“
Montag, 14. Februar, von 17:00 bis 19:00 Uhr
Manchmal geschehen Dinge im Leben, die man sich weder gewünscht noch gewollt hat. Sie sind aber geschehen und können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Viele dieser Ereignisse lassen uns wachsen und führen zu einem intensiveren und bewussteren Leben. Manche dieser Ereignisse lassen uns aber nicht mehr los und verfolgen uns. Es ist, als ob sie erst gestern geschehen sind. Hier sprechen wir von „Traumata“. Wie kann ich als Betroffener damit umgehen bzw. was kann ich als naher Angehöriger / Freund so jemandem raten. An diesem Abend soll es um eine Art „Erste Hilfe“ in Akutsituationen und erste Stabilisierungsmöglichkeiten gehen.


Referentin: Dipl. Päd. Katrin Boger; Praxis für Psychotraumatologie (Aalen)
Zielgruppe: interessierte Laien, Erzieher:innen, Lehrer:innen
Anmeldung: bis zum 10.01.2022 beim Familienbund der Katholiken, familienbund [at] blh.drs.de
Der Kurs ist kostenfrei.
Teilnehmer:innen erhalten den Zugangslink am Tag vor der Veranstaltung.
FAMILIENBUND DER KATHOLIKEN IN DER DIÖZESE ROTTENBURG-STUTTGART