Feuer und Flamme

Höre ich mich im Freundeskreis um, so heißt es oft „Der hat Burnout“, oder „Die ist ausgebrannt“. Therapie, Reha. Ob das ein Vater ist, der in der Firma am Ende angelangt ist, eine Mutter völlig überfordert mit Erziehung daheim und Job außer Haus, oder sogar junge Kinder und Jugendliche, denen in Schule oder Studium die Puste ausgeht. Was geht da für ein Geist um – oder ist es eher ein Gespenst?

Schaut man genauer hin, dann wird klar: Die einen kommen nicht mehr mit immer größeren Anforderungen klar, die andere an sie stellen. Andere überfordern sich selbst, indem sie die Hürden immer höher setzen, die sie überspringen wollen. In beiden Fällen macht sich ein Ungeist breit, der die Menschen ausbrennen und inwendig große Leere entstehen lässt. Die Freude ist dahin. „Ich kann überhaupt nicht mehr lachen“, sagte mir neulich eine Freundin. Sie war eigentlich immer eine von den ganz Fröhlichen.

Wo und wie Maß nehmen, damit der innere Energiehaushalt stimmt? Woher Energie für ein freudvolles Leben gewinnen? Vielleicht hat unsere maßlose und geistvergessene Zeit die Erinnerung daran genommen, welche Kraft unser Lebensfeuer wirklich nährt. Das Pfingstfest erinnert an den Geist, der lebendig macht und hält. Als dynamische Kraftquelle bewegt er in solidarischem Miteinander Menschen mit Feuer und Flamme, die aber dadurch eben nicht ausbrennen, sondern nachhaltig befeuert werden.

Ich meine, zu erfahren ist dieser Geist nicht zuletzt in Familien. Hier könn(t)en Eltern und Kinder früh lernen, sich dem Lebensgeist zu öffnen und in geistvoller Kommunikation Leben wachsen zu lassen. „Ohne dein lebendig Weh‘n kann im Menschen nichts besteh‘n“, heißt es in der Pfingstsequenz aus dem 13. Jahrhundert über den Heiligen Geist, „kann nichts heil sein noch gesund“. Wäre es also nicht wert, wieder mehr Gespür und Offenheit für diesen Geist zu bekommen?

Vielleicht werden es dann ein paar weniger Leute sein in meinem Freundeskreis, die sich ausgebrannt fühlen, und dafür hoffentlich ein paar mehr, die mit Feuer und Flamme unterwegs sind, Herzenswärme abstrahlen und Lebensfreude spüren lassen: „Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.“ Der Geist, er kommt vom Himmel, weht wo er will – und sucht geistesoffene Menschen. unz

 

 

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