Familienbund begrüßt die klare Haltung von Bischof Fürst zum Diakonat der Frau

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Tag der Diakonin 2017 - KDFB/ Gaby Klöckner

Freiburg/Rottenburg - 03. April 2017 – Der Familienbund der Katholiken in Baden-Württemberg zeigt sich hocherfreut über die Haltung von Bischof Fürst aus Rottenburg-Stuttgart zum Diakonat der Frau.

In einer Pressemitteilung anlässlich des 100. Geburtstags des katholischen deutschen Frauenbundes positionierte sich Fürst eindeutig und sieht sogar einen Vorrang für das Amt der Diakonin vor einer Weihe von sogenannten "bewährten Männern ("viri probati").

"Ein eindeutiges Zeichen für die Gleichwertigkeit der Geschlechter, ein Hören auf die Zeichen der Zeit und ein Schritt in die richtige Richtung!", so bewertet der Landesvorsitzende Stephan Schwär die Haltung von Bischof Fürst. "Wir hoffen und wünschen, dass sich andere Bischöfe diesem Votum anschließen.

Es ist höchste Zeit auch in der Kirche wahrzunehmen und nachzuvollziehen, was in der Gesellschaft längst angekommen ist", so Schwär weiter. In keinem Feld gesellschaftlichen und beruflichen Lebens würden Frauen noch so ausgegrenzt wie in der katholischen Kirche.

Auch eine regionale Differenzierung und damit einen jeweils eigenen und an der Kultur des jeweiligen Landes ausgerichteten Weg kann sich der Familienbund gut vorstellen. "Papst Franziskus macht in "amoris laetitia" deutlich, dass für ihn Lösungen vor Ort kein Aushebeln der Einheit der Kirche sind.

Die Glaubwürdigkeit unserer Botschaft und unserer Werte wird auch am Umgang mit der Rolle der Frau in der Kirche gemessen." , davon ist der Familienbund überzeugt. "Eine deutsche Entscheidung für den Frauendiakonat ist deshalb ein wichtiger Schritt zur Öffnung der Kirche hin zu den Menschen."